Pöbeleien unter der Motorhaube

Neulich hatten wir mal wieder Gelegenheit, über die Merkwürdigkeiten in unserem Schrauberleben zu sinnieren. Anlass bot der Ölfilterdeckel einer Citroën DS, den wir nichtsahnend und ohne böse Absichten aus seiner Verschraubung montierten. Dieser enthielt auf seiner Innenseite eine Botschaft aus dem Jenseits, na ja zumindest aus der Vergangenheit, denn der Motor erfreute sich noch bester Gesundheit. Die Botschaft ist im Bild oben zu erkennen und macht den sensiblen Mechaniker ein Stück weit betroffen.

Was mag wohl geschehen sein, dass es soweit gekommen ist? Wurde der Fahrzeugbesitzer bei Servicearbeiten am Motor vom Aussehen des Deckels inspiriert? Oder hatte ihn die göttliche Diva dermaßen geärgert, dass er ihr ein für alle Mal die Meinung sagen musste? Oder war er es am Ende selbst, der seinen Mechaniker geärgert hatte, gar die Rechnung nicht bezahlt hatte, und auf diese Weise ein verstecktes Feedback bekam? Es bleibt im Dunkeln.

So derb die Botschaft auch ist, erfreut sie doch mit ihrer analogen Altertümlichkeit, die an eine steinzeitliche Felszeichnung erinnert. Wie könnte das wohl bei späteren, jüngeren Autos ausgedrückt werden? Wir warten jetzt auf den Citroën XM, dessen (noch funktionierende) Pixelanzeige entsprechend programmiert wurde, etwa: „Ölstand niedrig, du A…“ Korrekterweise würde dies dann natürlich nur bei angezogener Handbremse aufleuchten.

Sollten Sie aus unserer geschätzten Kundschaft übrigens einmal nicht so wirklich zufrieden mit unserer Leistung sein, würden wir uns über ein persönlicheres und gerne auch freundlicheres Feedback freuen. Vieles lässt sich im unmittebaren Dialog klären, wohingegen das Gespräch mit einem alten Ölfilterdeckel wie beschrieben mehr Fragen als Antworten aufwirft.

Eine wahre Geschichte, so geschehen im März 2019.

Quellennachweis Artikelbild: Johannes Hofmann.

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