Doppelwinkel-Aktivist auf Abwegen

Feinstaub, Grobstaub, Wüstenstaub – tausende Kilometer durch Europa und Afrika bis nach St. Louis im Senegal stehen unserem Werkstattmeister Johannes im Mai bevor. Und das nicht etwa in einem Fahrzeug französischer Herkunft, sondern in einer Mercedes E-Klasse Baujahr 1996 mit rund 470000 km auf der Uhr, dessen hydraulische Federungsunterstützung (sagenhaft, oder?) er im Zuge einer Höherlegung der Karosserie um 8 cm auch gleich raus operiert hat. Mit verstärkter Hinterachsaufnahme und herkömmlich gefedert sieht er sich besser gerüstet.

Vorbei sind die Zeiten, da in Afrika die legendär unverwüstlichen Peugeot-Löwen hochgeschätzte Fortbewegungsmittel waren und aus Europa kommend einen zweiten bis fünften Frühling dort erleben durften (eher mussten…). Inzwischen haben auch die letzten 404er, 504er, 405er oder 505er ihren Widerstand aufgegeben, aber die robuste W124er Baureihe von Mercedes aus den 90ern erfreut sich nicht zuletzt wegen der gesicherten Ersatzteilversorgung noch großer Beliebtheit. Erst recht als T-Modell (auf deutsch Break) und mit einem 2,5 l Dieselmotor.

Zwar sind wir in der Citrogarage auf französische Fahrzeuge fokussiert, haben bekanntlich aber keine Scheu vor jeglichem Altblech anderer Herkunft. Deshalb unterstützen wir, wie auch unser Büronachbar mit den preiswerten Neuwagen Servicepoint Hilling, dieses afrikanische Roadmovie, dessen karitativer Hintergrund keinesfalls unerwähnt bleiben darf.

Die Dust & Diesel Rallye ist eine Amateurrallye, an dessen Ende die überlebenden Fahrzeuge verkauft werden. Der Erlös kommt einem deutsch-mauretanischen Hilfsprojekt für Kinder zu Gute. Deshalb werden wir unseren neuen Sternen-Freund wohl auch nie mehr wieder sehen… Auch andere Sponsoren sind übrigens mit an Bord: Wiechers Sport und Banner Batterien aus dem Zubehörgeschäft sowie aus der lokalen Geschäftswelt der Globus Baumarkt in Dietzenbach und der Bratwurst-Seppel aus Babenhausen. Aber es sind noch Klebeflächen frei auf der E-Klasse, die gerne reserviert werden können. Versichert wird der Rallyebenz von von der Agentur Aatz bei der Württembergischen Versicherung, wo man also nicht nur mit seinen französischen Oldies gut aufgehoben ist.

Originalität ist natürlich ein Thema, das keines ist bei diesem Fahrzeug. Zahlreiche Umbaumaßnahmen sind bereits erfolgt. Steinschlag- und Unterfahrschutz, grobe flankenverstärkte Geländeereifung und Wiechers Domstreben stemmen sich gegen die erhöhte physische Belastung. Ein zusätzlicher Kühlerlüfter, eine extra kräftige Banner Starterbatterie und eine modifizierte Abgasanlage kämpfen gegen erschwerte Betriebsbedingungen. Augenfällig natürlich der große Dachgepäckträger für Ausrüstung und Ersatzteile sowie der Ansaugluftschnorchel vorne rechts.

Wer mehr über die Rallye wissen möchte, besuche bitte die Homepage. Auch die örtliche Presse hat bereits berichtet. Und wer den Stern der Citrogarage mal live sehen will, schaut nach Absprache einfach bei uns in der Werkstatt rein. Hinweis: Für Franzosenthusiasten schwere Kost 😉

Quellennachweis Artikelbilder: Johannes Hofmann

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